Von der regionalen Elterngruppe zum starken Trägerverein

1988 gründeten zehn Familien einen der ersten DS-Vereine in Deutschland, die „Selbsthilfegruppe für Menschen mit Down-Syndrom und ihre Freunde e.V.“. Sie hatte sich zum Ziel gesetzt, die Lebenssituation von Menschen mit DS zu verbessern. Eltern-Empowerment sowie die Bereitstellung von Informationen für Fachleute aus dem medizinischen, pädagogischen und sozialen Bereich für Studenten, Schüler und alle weiteren Interessierten, waren Hauptanliegen des Vereins. Außerdem zählte er die Öffentlichkeitsarbeit von Anfang an zu seinen wichtigsten Aufgaben.

1998 bezog der Verein mit der Gründung des Deutschen Down-Syndrom InfoCenters eigene Räumlichkeiten. Der Verein ist der Träger des InfoCenters. Inzwischen zählt er ca. 450 Mitglieder und ca. 6000 Fördermitglieder aus ganz Deutschland sowie aus dem deutschsprachigen Ausland.

2013 entschied sich die Mitgliederversammlung für eine Namensänderung: „Deutsches Down-Syndrom InfoCenter e.V.“


„DAS WAHRE GLÜCK BESTEHT NICHT IN DEM, WAS MAN EMPFÄNGT, SONDERN IN DEM, WAS MAN GIBT.“ (Zitat Johannes Chrysostomus)
 
Vorstandsmitglied zu sein, egal in welchem Verein, ist immer ein Ehrenamt. Um ein Ehrenamt ausführen zu können, gehört ganz viel Herzblut dazu. Vorstandsmitglied in einem Verein zu sein, der sich für Menschen und deren Rechte einsetzt, ist immer noch eine besondere Herausforderung und eine wunderbare, befriedigende Aufgabe. Dinge auf den Weg zu bringen und zu sehen, wie diese realisiert werden und somit ein ganzes Stück dazu beizutragen das Leben von Menschen mit einem Handicap zu verbessern oder zu erleichtern, das sehen wir als unsere Aufgabe. Wir möchten diesen Weg gerne mitgehen und unseren fest angestellten Mitarbeiterinnen im Deutschen Down-Syndrom InfoCenter mit Rat und Tat zur Seite stehen. Gerne stehen wir aber auch als Ansprechpartner für Sie zur Verfügung.

Für den Vorstand
Claudia Buck


Vorstand

Die Mitgliederversammlung des Vereins stimmt alle zwei Jahre über die Zusammensetzung des Vorstands ab. Die im Mai 2017 gewählten Vorstände und Beisitzer sind:

 

Claudia BuckClaudia Buck
Mein Name ist Claudia Buck. Unsere Tochter Franziska wurde 2008 für uns überraschend mit dem Down-Syndrom geboren. Damals war das Deutsche Down-Syndrom InfoCenter meine erste Anlaufstelle.
Schon bald nach Franziskas Geburt hatte ich das Bedürfnis, etwas für Menschen mit Down-Syndrom zu bewegen. Deswegen war ich bereits ein Jahr nach ihrer Geburt Mitglied im Vorstand des Deutschen Down-Syndrom InfoCenters. Seit 2013 bin ich Vorstandsvorsitzende.
So habe ich die Möglichkeit, mich direkt einzubringen. Es ist eine interessante und weitreichende Arbeit, die für mich persönlich sehr befriedigend ist. Auch gerade jungen Eltern eines Kindes mit Down-Syndrom möchte ich Mut machen für den sicherlich anstrengenden, aber auch spannenden Weg mit ihrem Kind. Nur wenn wir etwas bewegen, kann sich etwas verändern.

 

Harald SauberHarald Sauber
Mein Name ist Harald Sauber, ich bin Diplom-Kaufmann und habe einen Sohn mit Down-Syndrom, der mein Leben sehr bereichert hat.
Bereits seit Oktober 1999 verantworte ich im Vorstand die Finanzen. Mein Anliegen ist es, das InfoCenter auch weiterhin auf „soliden finanziellen Beinen stehen zu sehen“. Dazu trage ich gern meinen Teil bei, um der wichtigen und notwendigen Arbeit des DS- InfoCenters auch die dafür benötigte finanzielle Basis bieten zu können und den sehr engagierten Mitarbeiterinnen vor Ort hierfür eine gesicherte Arbeitsumgebung zu garantieren.

 

Simone Neumann
Schriftführerin

 

 

 

 

 

Marco GsellmannMarco Gsellmann
Mein Name ist Marco Gsellmann. Beruflich bin ich als Lokführer bei der DB im Nahverkehr unterwegs. Ich bin 1978 geboren, verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Marlon kam 2012 mit einem kleinen Extra zur Welt. Dies traf uns völlig unvorbereitet und es hat eine Zeit gedauert, damit umzugehen. Dennoch bin ich froh darüber, das wir niemals mit der vorgeburtlichen Diagnose „Down-Syndrom“ konfrontiert wurden. Dies wäre mit Sicherheit nicht einfacher gewesen!
In der ersten Zeit mit Marlon hat sicher auch der Kontakt zur Elterngruppe des Landkreises Ansbach viel geholfen. Hier bringe ich mich, sofern zeitlich möglich, auch gerne aktiv mit ein. In den letzten drei Jahren habe ich bereits die jährliche Mitgliederwanderung für das InfoCenter organisiert. Nun bin ich gespannt, was im Vorstand an weiteren Aufgaben auf mich zukommt.

 

Elisabeth LudwigElisabeth Ludwig
Mein Name ist Elisabeth Ludwig, ich bin Mutter von zwei Töchtern. Meine jüngere Tochter Anika wurde 2011 mit Down-Syndrom geboren. Die erste bewusste Begegnung mit einem Kind mit Down-Syndrom hatte ich bereits ein Jahr vorher, im integrativen Kindergarten unserer Tochter Hannah. Am Garderobenplatz neben ihr saß ein Kind, mit dem sie sich schnell angefreundet hat und ihr den Einstieg in den KiTa-Alltag erleichtert hat. Ihre Freundin hat das Down-Syndrom. Zu diesem Zeitpunkt habe ich das erste Mal wirklich darüber nachgedacht, wie wunderbar, liebenswert aber vor allem auch wie viel Charakter diese Menschen mit sich bringen. Somit haben wir uns als Familie nach der Geburt von Anika sehr schnell in „die neue Situation“ eingefunden. Im Jahr 2014 habe ich meine Arbeit im InfoCenter begonnen. Ich freue mich sehr, dass ich mich auch als Beisitzerin im Vorstand und damit für Menschen mit Down-Syndrom engagieren kann.

 

Ine RuigrokIne Ruigrok
Mein Name ist Ine Ruigrok und ich arbeite in der Personalberatung. Ich habe zwei Kinder, eine Tochter und einen Sohn, der 2008 zur Welt gekommen ist und das Down-Syndrom hat. Seit 2006 wohnen und arbeiten wir in Deutschland. Wir erziehen unsere beiden Kinder zweisprachig – Niederländisch und Deutsch. Direkt nach der Geburt unseres Sohnes haben wir uns viele Informationen über DS geholt und deswegen war ich häufig in Kontakt mit dem DS-InfoCenter.
Mir ist der Kontakt zu anderen Familien wichtig, vor allem der Austausch von Erfahrungen und Tipps. Deswegen habe ich oft ein Treffen des Mini-Clubs (für Mütter und Kinder mit DS) in Nürnberg organisiert. Ich habe mehrmals beim Versand von „Leben mit Down-Syndrom“ geholfen und freue mich, dass ich als Beisitzerin im Vorstand mitarbeiten kann!